Chronik der SG FSA
1948/49
Am 7. August 1948 trafen sich Fußballer aus den drei Nachbarorten Frieda, Schwebda und Aue um die Spielgemeinschaft Frieda Schwebda Aue zu gründen. Man versprach sich durch diesen Schritt einen größeren sportlichen Erfolg und nahm in der Saison 1948/49 mit drei Seniorenmannschaften am Spielbetrieb teil.
Erster Vorsitzender der SG war der Friedaer Willy Flügel, der später auch als Kreisfußballwart bekannt wurde. Als erster fungierte Willi Jatho aus Schwebda, der zeitgleich einer der besten Spieler war.
Nach Niederlagen gegen Wellerode (2:3) und Lohfelden (3:5) gab es gegen Wanfried den ersten Punkt (2:2) und am 10. Oktober 1948 in Nieste den ersten Sieg (5:3). Es folgten weitere Erfolge gegen Rossbach (4:0) und Oberkaufungen (2:1).
Im weiteren Saisonverlauf wechselten Licht und Schatten und FSA beendete die erste Spielzeit mit einem vorderen Mittelfeldplatz.
1949/50
Schon in der darauffolgenden Saison 1949/50 konnte die SG FSA die Meisterschaft in der A-Klasse feiern. Mit deutlichem Vorsprung vor BSA und Wanfried schaffte den Aufstieg in die Bezirksklasse. Einer der erfolgreichsten Spieler dieser Saison war Werner Dietrich, der über 20 Tore schoss. Aber nicht nur die Senioren sorgen für Erfolge, auch die Jugendmannschaft wird Kreismeister.
1950/51 - 1953/54
Die Bezirksklasse war dann eine Nummer zu groß für die Mannen aus Frieda, Schwebda und Aue, im gesamten Saisonverlauf 1950/51 konnte man nur drei Punkte holen (5:2 gegen Witzenhausen und 1:1 gegen den späteren Meister Niederzwehren) und stieg wieder in die A-Klasse ab.
In dieser Spielklasse schaffte die SG FSA unter dem Vorsitzenden Georg Petri das Kunststück, dreimal in Folge den zweiten Platz zu erreichen.
1951/52 hinter Wanfried (das Spitzenspiel in Wanfried verfolgten am 11. November 1951 1.200 Zuschauer), 1952/53 hinter Eschwege 07 (in der entscheidenden Partie verspielte FSA in den Schlussminuten eine 2:0-Führung) und 1953/54 mit nur einem Punkt Rückstand wiederum hinter Wanfried. Aus dieser Spielzeit resultiert der vereinsinterne FSA-Torschützenrekord, denn Fritz Auweiler aus Aue erzielte in 22 Spielen 42 Tore! Ein Rekord, der bis heute nicht überboten werden konnte.
1954/55
In der Saison 1954/55 war es dann soweit: mit vier Punkten Vorsprung vor der SG Waldkappel/Harmuthsachsen konnte FSA den zweiten Meistertitel der jungen Vereinsgeschichte feiern und schaffte den Sprung in die II. Amateurliga.
Diese enttäuschende Saison hinterließ ihre Spuren und die Verantwortlichen entschlossen sich dazu, Spielgemeinschaft aufzulösen. Zwei Jahre lang spielten die drei Ortschaften getrennt ohne großen Erfolg in der B-Klasse.
1958/59 - 1962/63
In der Saison 1958/59 schlossen sich zunächst der TSV Aue und der TV Schwebda wieder zusammen, aber der Saison 1961/62 gingen die drei Vereine wieder gemeinsam auf Punktejagd.
Geführt wurde der Verein im ersten gemeinsamen Jahr von Walter Heine, trainiert von Lothar Schmitz. Trotz 27 Toren von Kurt Klippert reichte es nur zum 8. Platz von fünfzehn Mannschaften.
Ähnlich durchwachsen war die Saison 1962/63, die FSA auf dem 7. Platz beendete. Wiederum war Kurt Klippert bester FSA-Torschütze (16 Treffer).
1963/64 - 1966/67
Mit den gleichen Platzierungen schloss der mittlerweile von Ernst Schmerbach geführte Verein auch die beiden folgenden Spielzeiten 1963/64 und 1964/65 in der B-Klasse ab. Rudi Kauer (15 Treffer) und Wolfgang Fischer (23 Treffer) waren in diesen Jahren die erfolgreichsten Torschützen der SG FSA.
Aber auch der Kreisfußballausschuss war in diesen Jahren fest in FSA-Hand: Kreisfußballwart war Willy Flügel, als Kreisjugendwart arbeitete Walter Heine.
Ab 1965 ging es dann bergauf: in der Saison 1965/66 landete FSA mit sieben Punkten Rückstand hinter Meister Waldkappel auf dem 5. Platz. Und schon im nächsten Jahr 1966/67 konnte FSA die Vizemeisterschaft hinter Wichmannshausen feiern. Trotz einiger Kantersiege (12:1 und 11:0 gegen Rambach, 10:0 gegen Germerode/Vierbach) fehlte am Saisonende nur ein Punkt zum Aufstieg.
1967/68 - 1968/69
Diesen machten die SG dann in der Saison 1967/68 perfekt: unter Trainer Fritz Auweiler gab FSA nur gegen Oberhone (1:1) und Eltmannshausen (4:4) Punkte ab und blieb die gesamte Saison ungeschlagen! Erfolgreichster Torschütze war Horst Nadenau mit 21 Treffern. Aber nicht nur die I. Mannschaft, auch die FSA-Reserve hatte Grund zur Freude: zum zweiten Mal in Folge konnte man die Kreismeisterschaft der unteren Mannschaften gewinnen.
In die A-Klasse aufgestiegen, setzte FSA im Jahr 1968/69 den Höhenflug fort: mit 44:12 Punkten schafften Siegfried Schmerbach, Horst Nadenau, Erwin Frölich, Wolfgang Fischer, Rudi Kauer, Lothar Möller, Manfred Schmolke, Wolfgang Ackermann, Norbert Szep, Horst Schott, Wilhelm Auweiler, Günter Schein und andere den Durchmarsch in die Bezirksklasse (heute Bezirksoberliga).
1969/70 - 1971/72
Am Ende der Saison 1969/70 stand FSA punktgleich mit Lohfelden auf dem vorletzten Platz. Im Entscheidungsspiel in Melsungen unterlag FSA knapp mit 2:3 - damals beteiligte FSA-Spieler schwören noch heute, dass das entscheidende Tor aus klarer Abseitsstellung fiel, was Schiri Wagner aus Fulda nicht so sah: FSA musste trotz tollem Kampf wieder zurück in die A-Klasse.Das folgende Jahr 1970/71 war vom Umbruch geprägt und so war es nicht verwunderlich, dass FSA nur auf dem 9. Platz landete. Erwin Frölich (16 Tore) und Günter Schein 15 Tore) trafen am häufigsten für die SG.
Nahezu identisch verlief die nächste Saison 1971/72, die FSA unter dem Trainerduo Horst Schott/Rudi Kauer wiederum auf dem 9. Platz abschloss.
1972/73 - 1976/77
Eng wurde es in den folgenden beiden Jahren: 1972/73 entrann FSA als 13. von fünfzehn Mannschaften nur knapp dem Abstieg und auch 1973/74 schaffte das Team um Spielertrainer Horst Schott erst durch ein 2:0 am letzten Spieltag den Klassenerhalt.Nach dieser "Durststrecke" folgten wieder bessere Jahre für die Männer aus Frieda, Schwebda und Aue. In der Saison 1974/75 belegte FSA den 3. Platz, ein Jahr später sogar den zweiten Rang hinter Hönebach. Ausserdem konnte die SG FSA in diesem Jahr den erstmals ausgespielten friedola-Pokal gewinnen. Aber es gab nicht nur gute Nachrichten von FSA, denn am 11. Januar 1976 verstarb im Alter von nur 64 Jahren Willy Flügel, der mehr als ein Vorsitzender für den Verein war.
Im gleichen Jahr verstirbt mit Alfred Rautenhaus ein weiteres Mitglied des FSA-Vorstandes im Alter von nur 39 Jahren. Die Saison 1976/77 beendet FSA auf dem 6. Platz und im friedola-Pokal-Finale unterliegt Gastgeber FSA mit 1:2 gegen Eschwege 07.
1977/78 - 1979/80
Während die Senioren in der Spielzeit 1977/78 "nur" den dritten Platz der A-Klasse erreichen, schneidet die Jugend ganz stark ab: A-, C- und E-Jugend werden Kreismeister und die B-Jugend immerhin Vizemeister der Bezirksklasse! Auch im friedola-Pokal schnitt FSA besser ab, denn nach einem 3:1-Sieg gegen Eschwege 07 wandert der Pokal zum zweiten Mal nach Frieda.
Diese Jahre sind auch die besten für die Herwig-Brüder Werner und Klaus, die stets in den vorderen Rängen der vereinsinternen Torschützenlisten zu finden sind.
Während Ernst Schmerbach in der Saison 1978/79 in das vierte Jahr als Vorsitzender geht, arbeitet Wolfgang Fischer in der zweiten Saison als Spielertrainer. FSA landet auf dem 10. Platz mit 28:28 Punkten und 43:52 Toren.
Zur neuen Saison 1979/80 übernahm Werner Herwig das Traineramt und führt FSA auf den 9. Platz von vierzehn Mannschaften. Bester Torschütze war Jörg Schäfer mit 10 Treffern.
1980/81 - 1982/83
Weitaus erfolgreicher verläuft die Spielzeit 1980/81. Während die A-Jugend Kreismeister wurde konnte die I. Seniorenmannschaft mal wieder die Vizemeisterschaft feiern - besser schnitt seitdem keine FSA-Mannschaft ab. Großen Anteil daran hatte Manfred Heine mit 15 erzielten Treffern!
Aber schon im nächsten Jahr ging es wieder bergab, 1981/82 landete FSA auf einem - gemessen an der Vorsaison enttäuschenden - 11. Platz. Immerhin konnte die C-Jugend unter Trainer Claus Wennemuth die Kreismeisterschaft holen. Im Team unter anderem Marc Gottschald, Alenko Peharda und Oliver Schott.
Interimsmäßig übernahmen in der folgenden Saison 1982/83 noch einmal Lothar Schmitz und Horst Schott das Traineramt, doch mehr als der 7. Rang sprang nicht heraus. Allerdings konnte FSA zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte den Landrat-Höhne-Pokal gewinnen: im Finale besiegte man Wehretal klar mit 3:0.
1983/84 - 1984/85
Mit Werner Wiegand auf der Kommandobrücke als Trainer ging es in die Saison 1983/84. Am Ende stand der 8. Platz mit 29:31 Punkten und 44:48 Toren, zehn davon gingen auf das Konto von Klaus Herwig, der damit bester FSA-Angreifer war.
In der Saison 1984/85 wurde er von Neuzugang Andreas "Bibi" Bierschenk abgelöst, der aus Rambach kam und mit 12 Toren gut einschlug. Allerdings erreichte FSA nur den mittelmäßigen 9.Platz. Im Januar 1985 veranstaltet die SG FSA das erste Fußball-Hallenturnier im Kreis Eschwege. Überraschend konnte B-Ligist Niederhone dieses Turnier gewinnen.
Im August des gleichen Jahres wird der renovierte Sportplatz in Frieda eingeweiht. Unter anderem trennt sich die SG FSA von der Kreisauswahl Eschwege 5:5-Unentschieden.
1985/86 - 1987/88
Zur Saison 1985/86 gab es einen Wechsel im Amt des Vorsitzenden: nach zehn Jahren übergibt Ernst Schmerbach sein Amt an Hans-Jürgen Germerodt, der aber schon nach einem Jahr von Werner Herwig abgelöst wird. Für das sportliche Geschehen war weiterhin Werner Wiegand tätig, der FSA auf den 8. Platz führte. Manfred Heine erzielte 14 Tore und wurde FSA-Torschützenkönig wie auch in der Saison 1986/87, die FSA auf dem 3. Platz der A-Klasse abschloss.Am 10. April 1987 wurde der langjährige FSA-Torhüter, Trainer und Schiedsrichter in Reichensachsen zum Kreisfußballwart gewählt und tritt die Nachfolge von Walter Becker (Frankershausen) an.
Die Spielzeit 1987/88 begann mit einer 2:4-Heimniederlage gegen Wichmannshausen und endete mit einem 5:4-Sieg gegen Weiterode. Dazwischen lag eine Saison mit viel Auf und Ab. Unter dem Strich standen 29:31 Punkte und wieder einmal ein Platz im Mittelfeld der Tabelle.
1988/89 - 1990/91
Die neue Saison 1988/89 wurde mit Feierlichkeiten zum 40-jährigen FSA-Jubiläum eingeläutet. Neben einem großen Kommers, bei dem zahlreiche FSA-Akteure geehrt wurden, fand ein Einlagespiel zwischen der SG FSA und dem KSV Hessen Kassel (damals Oberliga) statt, dass die Löwen mit 7:3 gewannen. Sportlich landete FSA unter Trainer Horst Nadenau auf dem 7. Platz mit ausgeglichenem Punkt (30:30) und Torverhältnis (57:57).
Nach zwanzig Jahren A-Klasse stieg die SG FSA in der Saison 1989/90 ab. Gleich drei Trainer (Horst Nadenau, Werner Wiegand und Horst Schott) versuchten die sportliche Katastrophe zu verhindern, doch am Ende fehlten neun Punkte zum Klassenerhalt.
In der Spielzeit 1990/91 sollte der Neuaufbau in der Kreisliga A (zwischenzeitlich fand eine Umbenennung der Spielklassen statt) erfolgen, doch der Versuch missglückte. Konnte man das erste Saisonspiel in Harmuthsachsen noch 6:0 gewinnen, gab es am letzten Spieltag eine 0:12-Pleite bei Meister Kammerbach.
